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Halsbandsittich-Exkursion am 20.06.2008
Im Käfig ist ein junger Halsbandsittich zu sehen, der zu schwach zum Ausfliegen war und eine Woche lang aufgepäppelt wurde. Wild lebende Halsbandsittiche dürfen nicht in Gefangenschaft gehalten werden. Sie gelten mittlerweile als heimisch und sind nach Bundesartenschutzverordnung sogar STRENG geschützt!
Mittlerweile ist der Jungsittich schon wieder in Freiheit.
Die anderen Bilder sind Impressionen von der Exkursion, die an der Pflegeheimat St. Hedwig startete und bei den Schlafbäumen an der Bergheimer Straße endete. An den Schlafbäumen wurden Mauserfedern gesammelt und die Gesamtzahl der einfliegenden Halsbandsittiche mit über 700 Tieren gezählt. Anwesend war auch ein einzelner Großer Alexandersittich (Psittacula eupatria), der seit 2007 frei in Heidelberg lebt. Das letzte Bild des Albums zeigt den Großen Alexandersittich - ein Männchen - über dem Nistkasten 18 vom 27.04.2008 an St. Hedwig. Auffallend sind auf dem Foto der große Kopf und die roten Schulterflecken. Er war zwar mit einem Halsbandsittich-Weibchen verpaart, jedoch nicht mit dem Tier im Nistkasten Nummer 18. Von einem Misch-Brut ist uns bisher nichts bekannt.














Exkursion Halsbandsittiche in Heidelberg
(Vortrag & Exkursion)

Ursprünglich in Indien beheimatet, konnte sich der Halsbandsittich (Psittacula krameri) nach der Brut eines entflogenen Paares 1974 im Schlosspark von Neckarhausen als Brutvogel in der Region etablieren. Mittlerweile leben weit über 2000 Tiere im Rhein-Neckar-Gebiet. 2003 entstanden zwei Diplomarbeiten über die Heidelberger Sittiche (Wegener 2004 und Braun 2004). Zurzeit laufen eine Dissertation zum Thema Brutbiologie des Halsbandsittichs und eine Staatsexamensarbeit über Konkurrenz zwischen Sittichen und einheimischen Vögeln. Zwischenzeitlich gab es zahlreiche Exkursionen, Schülerprojekte mit der Elisabeth-von-Thadden-Schule und dem Hector-Seminar inklusive einer großen Posterausstellung im Heidelberger Zoo und ein "Jugend-Forscht-Projekt". Eine Webcam für einen Nistkasten wurde an der Pflegeheimat St. Hedwig installiert, 2008 war sie defekt und es wurden Ersatzvideos gedreht. Hier geht es zu den Videos.

Michael Braun

Literatur:

M. Braun: Neozoen in urbanen Habitaten: Ökologie und Nischenexpansion des Halsbandsittichs (Psittacula krameri SCOPOLI, 1769) in Heidelberg. Philipps-Universität Marburg, 2004 (Diplomarbeit im Fachbereich Biologie).

S. Wegener: GIS-gestützte Arealanalyse der Population der Halsbandsittiche (Psittacula krameri) in Heidelberg. Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 2004 (Diplomarbeit Geographisches Institut).

Bild 1: Junge Halsbandsittiche schauen aus der Fassade der Pflegeheimat St. Hedwig. Fassadenbruten waren 2003 noch häufig, sind mittlerweile aber nicht mehr zu finden. Alle Brutpaare sind zwischenzeitlich in die eigens dafür angeboteten Nistkästen umgezogen, neue Schäden an der Fassade gibt es praktisch nicht mehr. (Quelle: Braun 2004)

Bild 2: Weiblicher Halsbandsittich an einer Fassadenhöhle von St. Hedwig. Ein Bild, das heute Seltenheitswert hat. (Quelle: Braun 2004)



  

Details zur Exkursion

Name der Veranstaltung/Exkursion Halsbandsittiche in Heidelberg
Leiter der Veranstaltung/Exkursion Dr. Regine Buyer, Dipl.-Geogr. Stefanie Wegener
Christina Czajka, Dipl-Biol. Michael Braun
Tier-/Pflanzengruppe Halsbandsittiche
Ziel der Exkursion Brutplätze und Schlafbäume der Papageien
Treffpunkt und Uhrzeit Pflegeheimat St. Hedwig, Mönchhofstr. 28;
 Freitag (!), 20.06.08, 18.30 Uhr
maximale Teilnehmerzahl 50
fällt die Veranstaltung bei Regen aus? nein
benötigte Materialien Fernglas, Fotoapparat
Anmerkungen der Vortrag um 17.00 gibt eine ausführliche
  Einführung in das Thema