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Opferschutz

Opfer von Straftaten verdienen große Zuwendung und die erhöhte Aufmerksamkeit unserer Gesellschaft. Sicheres Heidelberg e.V. hat deshalb den Schutz von Opfern als eine der wesentlichen Grundsäulen der Vereinsarbeit bestimmt und hierzu - gemeinsam mit anderen Partnern - die nachfolgenden Projekte umgesetzt / getragen:

>> Heidelberger Opferfonds (siehe unten)

>> Schutz vor Wohnungseinbruch (siehe unten)

>> Selbstbehauptungskurse

>> Projekt Würde - Opferwechselkleidung

>> Beistehen statt Rumstehen

>> SOS-Handy Heidelberg

>> Zivilcourage - Aktion Tu was!

Heidelberger Opferfonds

Der Heidelberger Opferfonds existiert seit April 2000 und wurde auf Antrag des Heidelberger Jugendgerichts realisiert.

In vielen Fällen sieht sich das Jugendgericht nicht in der Lage, den Opfern von Straftaten einen materiellen Ausgleich für ihre erlittenen Schäden in Form von Schmerzensgeld oder Schadensersatz zu gewähren, da die jugendlichen Täter nicht über eigenes Vermögen oder ein festes Einkommen verfügen. Hier setzt der Heidelberger Opferfonds an. Der Fond zahlt Gelder an Geschädigte aus, sobald der verurteilte Jugendliche eine entsprechende Anzahl gemeinnütziger Arbeitsstunden abgeleistet hat. Jede Arbeitsstunde wird ihm mit 5 € vergütet.

Im konkreten Fall heißt dies beispielsweise:
Ein verurteilter Jugendlicher kann keine Schadenswiedergutmachung leisten. Dem Geschädigten steht aus dem Verfahren eine Zahlung von 150 € zu. Dem Verurteilten wird auferlegt, 30 Stunden gemeinnütziger Arbeit abzuleisten. Nach der Mitteilung des Jugendgerichts über die Arbeitsleistung an den Verein werden dem Geschädigten aus dem Heidelberger Opferfonds 150 € ausbezahlt. Das Verfahren ist abgeschlossen, der Täter hat seine Schuld im wahrsten Sinne des Wortes "abgearbeitet".

Der Heidelberger Opferfonds wird ausschließlich und projektbezogen gespeist durch die Zuweisung von Bußgeldern des Amtsgerichts und der Staatsanwaltschaft Heidelberg, so wie der Amtsgerichte Sinsheim, Wiesloch, Weinheim und Schwetzingen.

Seit März 2002 wird der Fonds gemeinsam von den Vereinen SicherHeid e.V. und Prävention Rhein-Neckar e.V. betrieben, so dass im Zuständigkeitsbereich des Landgerichts Heidelberg flächendeckend auf das Projekt zurückgegriffen werden kann. Ebenso Zugriff auf den Fonds haben die beiden Täter-Opfer-Ausgleichsinstitutionen Dialog e.V. für Heidelberg und die Arbeiterwohlfahrt Ladenburg für den Rhein-Neckar-Kreis.
Auf Anweisung des Jugendgerichts werden zur Förderung der Integration unter bestimmten Voraussetzungen auch Sprachkurse für verurteilte Jugendliche aus dem Heidelberger Opferfonds bezahlt. Darüber hinaus unterstützt der Heidelberger Opferfonds die Einrichtungen der Jugendstrafrechtspflege wie den Heidelberger Jugendhof und die Jugendarrestanstalt Wiesloch.

In der Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe (ZJJ) findet sich in der Ausgabe 1/09, Jg. 20 vom März 2009 ein "Plädoyer für die flächendeckende Einführung von Opferfonds" von Richter am Amtsgericht Heidelberg Dr. Dierk Helmken. Mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ) können Sie sich den Aufsatz hier ansehen.

2009 wurde an der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg von Tobias Ballweg eine Diplomarbeit zur "Optimierung der Diversionsmaßnahmen bei Jugendlichen" vorgelegt, die auch den Heidelberger Opferfonds beleuchtet. Die Diplomarbeit kann mit frdl. Genehmigung des Verfassers hier eingesehen werden.


10 Jahre Heidelberger Opferfonds
Das Bild zeigt v.l.n.r.:
Landgerichtspräsident Michael Lotz, Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Geschäftsführer Prävention Rhein-Neckar e.V. Günther Bubenitschek, Jugendrichter Dr. Dierk Helmken, Geschäftsführer SicherHeid e.V. Reiner Greulich, Vorsitzende des Jugendhof e.V. Angelika Treiber, Leiter des Jugendhofs Björn Rostermund und Manfred Föhr, ebenfalls von Jugendhof e.V.

Am 16. Juni 2010 feierte der Heidelberger Opferfonds sein 10-jähriges Bestehen. Auf dem schönen Jugendhof Heidelberg begrüßten Angelika Treiber und Björn Rostermund Vertreter der Justizbehörden, der Jugendgerichtshilfen Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis, der Polizei, der Kinder- und Jugendämter und der Präventionsvereine Prävention Rhein-Neckar e.V. und SicherHeid e.V.
In ihren Grußworten betonten Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner und Landgerichtspräsident Michael Lotz die hervorragende Arbeit des Opferfonds, der als unbürokratische Einrichtung zur schnellen Entschädigung von Opfern jugendlicher Straftäter einen vorbildlichen Beitrag leistet. Geschäftsführer Reiner Greulich gab einen Überblick über die Historie des Fonds und äußerte den Wunsch einer konsequenten Fortführung im Rahmen des hoch angesehenen Opferschutznetzwerkes in der Metropolregion.
Jugendrichter Dr. Dierk Helmken brachte zum Ausdruck, dass er nach dem Grundsatz handle,dem Opfer einer Straftat immer eine Entschädigung zukommen zu lassen. Er plädierte für eine flächendeckende Einführung von Opferfonds und vertritt diese Haltung auch bei politischen Entscheidungsträgern. Der Heidelberger Opferfonds sei das beste Beispiel, wie Opferentschädigung und darüberhinaus Täterbetreuung bei der Ableistung von gemeinnützigen Arbeitsstunden z.B. beim Heidelberger Jugendhof funktioniere.
Zum Abschluss erhielt der Heidelberger Jugendhof zur Verbesserung der Betreuung der jugendlichen Täter einen Spendenscheck in Höhe von 10.000 Euro vom Heidelberger Opferfonds.
Die Jubiläumsfeier endete mit einem Rundgang über den Jugendhof und einem interdisziplinären Erfahrungsaustausch bei einem Imbiss, den die Jugendlichen für die Gäste zubereitet hatten.

Pressemitteilung Mannheimer Morgen vom 17.06.10
Pressemitteilung RNZ vom 18.06.10

Schutz vor Wohnungseinbruch

Nach wie vor ist die Vorstellung, Opfer eines Einbruchs in die eigenen vier Wände zu werden, für die meisten Menschen sehr belastend. Dabei ist nicht so sehr der materielle Schaden entscheidend, vielmehr die Verletzung der Intimsphäre. Dies wird durch die Untersuchung bestätigt, die im Rahmen einer Diplomarbeit an der Fachhochschule für Polizei Villingen-Schwenningen durchgeführt wurde. Gegenstand der Untersuchung waren Befragungen von Wohnungseinbruchsopfern in Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis. Im Ergebnis ist festzustellen, dass gerade in der Prävention von Wohnungseinbrüchen besondere Anstrengungen notwendig sind. Die Arbeit ist hier eingestellt. Diese Erkenntnisse sind nach wie vor aktuell. Die Opfer von Wohnungseinbrüchen werden weiterhin regelmäßig im Rahmen der Opfernachsorge befragt.

Nach der ausgesprochen guten Resonanz auf die Aktionen mit dem ansprechend gestalteten Faltkärtchen, unterbreiten die Vereine Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar e.V., Sicher Heid e.V. und die Polizeidirektion Heidelberg dieses Angebot auf Dauer.
Faltkärtchen und Druckvorlagen stellt die Geschäftsstelle zur Verfügung.


>> Faltkärtchen zum Wohnungseinbruch (Seite 1)
>> Faltkärtchen zum Wohnungseinbruch (Seite 2)

Weitere Informationen erhalten Sie auch über die Initiative zum Schutz vor Wohnungseinbruch "Nicht bei mir".

>> weiter zu Selbstbehauptung
 

 Juli 2010: Heidelberger Präventionspreis
Bewerben Sie sich mit Ihrem Präventionsprojekt!
Nach dem Motto "Heidelberg macht Mut!" befasst sich die zweite Auflage des Heidelberger Präventionspreises in diesem Jahr mit den Themen Zivilcourage, Integration und verständnisvolles Miteinander.
Projekte und Initiativen können bis zum 17. September 2010 eingereicht werden. Bewerbungen, die in die engere Wahl kommen, präsentieren sich in der Heidelberger Sicherheitswoche vom 10.10.-17.10.10 einer Jury zur Entscheidung. ...mehr.
 Juli 2010: Sicherheitswoche Heidelberg nimmt Gestalt an. Viele Projekte im Oktober geplant.
Die zweite Sicherheitswoche Heidelberg, die vom 10.-17.10.10 stattfindet, nimmt konkrete Formen an. Über 50 Einzelprojekte wurden bereits angemeldet und gehen nun in die Festlegungsphase. Zwei große Tage der offenen Tür eröffnen und beschließen die Sicherheitswoche, am 10. Oktober bei der Berufsfeuerwehr und am 17. Oktober bei der Polizeidirektion.
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 Juli 2010: Beistehen statt rumstehen!
Am 14. Juli wurden zwei Zeugen für ihr beherztes Einschreiten in der S-Bahn Rhein-Neckar geehrt. Sie hatten durch ihr Eingreifen Schlimmeres verhindern können.
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 Juni 2010: Fachtagung der Polizeidirektion Heidelberg - Sonderseite in der Rhein-Neckar-Zeitung!
Die 10. Fachtagung bei der Polizeidirektion Heidelberg "Zukunft gestalten, Chancen ergreifen - durch erfolgreiche (Kriminal-)Prävention" wurde in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 26./27.06.10 nochmals in einer Sonderseite aufgegriffen.

>> zur Sonderberichterstattung von Kirsten Baumbusch
>> zur Sonderseite der Rhein-Neckar-Zeitung
>> zur Tagungsübersicht mit allen Beiträgen

Der Dank geht an alle Unterstützer, die zur Verwirklichung der Tagung beitrugen:
Joachim Siebeneicher Stiftung
-Berufsbildungswerk Neckargemünd
-Sparkasse Kraichgau
-Heidelberger Opferfonds
-International Police Association HD
-Haus der Zähne Heidelberg
-Landeszentrale für politische Bildung
-Rhein-Neckar-Zeitung
-Medienzentrum Heidelberg
-Bücherstube an der Tiefburg
 Juni 2010: Heidelberger Opferfonds feiert 10-jähriges Jubiläum
Die Kooperationspartner des Heidelberger Opferfonds feierten am 16. Juni 2010 das Jubiläum des Opferschutzprojekts.
...mehr.
 Januar 2010: Kampagne zur Förderung der Zivilcourage gestartet
Für 12 Monate werden ein Bus der Rhein-Neckar-Verkehrsgesellschaft und alle S-Bahnen in der Metropolregion die Botschaften der "Aktion Tu was" tragen und auf diese Weise die landesweite Kampagne zur Förderung der Zivilcourage bewerben.
...mehr.
 Prävention aktuell
Hier gelangen Sie zum Angebot der Polizeilichen Kriminalprävention des Bundes und der Länder. Aktuelle Vorbeugungstipps und Ratschläge halten Sie auf dem Laufenden. Besonders interessant auch für Eltern und Lehrkräfte.

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