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Geschäftserwartungen trotz bestehender Risiken positiv
Der IHK-Konjunkturklimaindex, der sich aus den Beurteilungen der Geschäftslage und den Erwartungen berechnet, liegt im Herbst mit 127 Punkten einen Punkt unter dem Wert des Frühsommers. Grund für den Rückgang sind die etwas schwächeren Geschäftserwartungen des Handels. Bei den einzelnen Wirtschaftszweigen erreicht der Index aktuell in der Industrie den höchsten Wert.

Bezogen auf die Gesamtwirtschaft, bezeichnen 47 Prozent der Unternehmen die wirtschaftliche Situation als gut. 44 Prozent melden eine zufriedenstellende, neun Prozent eine schlechte Geschäftslage. Bei den Bauunternehmen der Region laufen die Geschäfte rund. Im Dienstleistungsgewerbe und im Einzelhandel ist eine leichte Abschwächung zu beobachten, die wirtschaftliche Situation bleibt insgesamt aber in beiden Zweigen gut. „Die Binnennachfrage ist derzeit eine wichtige Stütze für die konjunkturelle Entwicklung der Unternehmen aus unserem IHK-Bezirk. Die Rahmenbedingungen sind durch die stabile Arbeitsmarktentwicklung, das niedrige Zinsniveau und die geringe Inflation nach wie vor günstig“, erläutert Nitschke. Daher rechneten die Unternehmen auch für die nächsten Monate mit einer insgesamt guten wirtschaftlichen Entwicklung.

Mit Blick auf die Gesamtwirtschaft gehen 27 Prozent von einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation aus. 63 Prozent erwarten eine gleichbleibende und zehn Prozent eine schlechtere Entwicklung. In der Industrie und im Dienstleistungsgewerbe sind die Geschäftserwartungen stabil, im Handel haben sie sich zuletzt etwas abgeschwächt. Risiken sehen die Unternehmen nach wie vor am stärksten in der Inlandsnachfrage, gefolgt vom Fachkräftemangel, den Arbeitskosten, der Wirtschaftspolitik sowie den Energie- und Rohstoffpreisen.
Die Investitionsbereitschaft hat sich leicht abgeschwächt, das Investitionsklima bleibt insgesamt aber gut. Der Ersatzbedarf ist das nach wie vor am häufigsten genannte Investitionsmotiv, gefolgt von Produkt- und Verfahrensinnovationen.

Derzeit wollen 21 Prozent der Unternehmen Mitarbeiter einstellen. 64 Prozent erwarten eine gleichbleibende, 15 Prozent eine rückläufige Beschäftigtenzahl. Die meisten neuen Stellen dürften im Dienstleistungsgewerbe entstehen. „Die Beschäftigungspläne einiger Industrieunternehmen bereiten uns hingegen weiterhin Sorgen“, so Nitschke mit Blick auf die Ankündigungen einiger Betriebe aus der Region, ihre Mitarbeiterzahl am Standort Rhein-Neckar zu verringern.

Im Rahmen einer Sonderumfrage wurden die IHK-Mitgliedsbetriebe zudem zur Fachkräftesicherung und der Beschäftigung von Flüchtlingen befragt. 43 Prozent geben an, dass sie derzeit offene Stellen nicht besetzen können, da sie keine geeigneten Fachkräfte finden. Gesucht würden sowohl nichtakademische Fachkräfte mit einer Berufsbildung oder einem Weiterbildungsabschluss als auch Fachkräfte mit (Fach-)Hochschulabschluss. Besonders gefragt sind Fachkräfte technischer Berufe, gefolgt von IT-Berufen. Auf bereits bestehende oder erwartete Fachkräfteengpässe reagieren die Betriebe durch verstärkte Aus- und Weiterbildungsaktivitäten. Rund jeder zehnte Teilnehmer der Befragung gab an, dass er derzeit Flüchtlinge beschäftigt. Weitere zwölf Prozent berichten, dass sie zwar derzeit keine Flüchtlinge beschäftigen, dies aber für die kommenden zwei Jahre planen.

Der regionale Arbeitsmarkt ist im Herbst in einer sehr guten Verfassung. Im Bezirk der IHK Rhein-Neckar lag die Arbeitslosenquote im September bei 4,6 Prozent. Zuletzt waren bei den Agenturen für Arbeit rund 27 600 Arbeitslose gemeldet. Die Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen lag im September 2016 bei etwa 9800. Dies entspricht einem Anstieg um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

In der Industrie wird die Lage nach leichten Rückgängen in der Vergangenheit aktuell deutlich positiver bewertet. Von besseren Geschäften berichten insbesondere die Investitionsgüterproduzenten sowie die von Ge- und Verbrauchsgütern. Bei den Inlandsumsätzen verzeichneten die Industriebetriebe eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahresquartal. Mit Blick auf die Exportregionen erwartet man von den asiatischen Märkten, der Eurozone sowie Nordamerika die größten Impulse. Die Exporte nach Russland dürften weiter rückläufig sein. Die Geschäftserwartungen sind indes weiterhin günstig. Die Investitionsbereitschaft bleibt in der Industrie hoch.

Abgeschwächt haben sich die Geschäftserwartungen sowohl im Einzel- als auch im Großhandel. Die Zahl der Beschäftigten dürfte im Großhandel in den nächsten Monaten konstant bleiben, im Einzelhandel leicht steigen. Im Dienstleistungsgewerbe laufen die Geschäfte weiterhin gut, der Konjunkturmotor dreht sich in manchen Branchen jedoch nicht mehr ganz so schnell. Die Bewertungen der Unternehmen aus der IT-Branche, der Immobilienwirtschaft, der Zeitarbeitsbranche sowie den PR- und Unternehmensberatungen fallen aktuell, ausgehend von einem hohen Niveau, etwas schwächer aus. Von einer Verbesserung berichten derzeit insbesondere die Architektur- und Ingenieurbüros, die Kultur- und Kreativwirtschaft und das Gastgewerbe. Die Geschäftserwartungen sind im Dienstleistungsgewerbe stabil. Die Betriebe haben ihre Investitionsplanungen leicht zurückgenommen, insgesamt bleibt das Investitionsklima aber expansiv ausgerichtet. Gleiches gilt für die Beschäftigungsabsichten. Die Zahl der Beschäftigten dürfte in den kommenden Monaten im Dienstleistungsgewerbe weiter steigen, wenn auch schwächer als in den Vormonaten. „Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Unternehmen die Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt finden“, sagt Nitschke. „Schließlich wird der Fachkräftemangel von jedem zweiten Dienstleister als Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung genannt.“
(red; Bild: Pixabay.de)

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Wirtschaftsmagazin econo - regionale Nachrichten für Rhein-Neckar - Mannheim - Heidelberg - Pfalz - Main-Tauber / Stand: 27. Juni 2017 Kontakt / Impressum