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Trauer um Wolfgang Kühborth
Der Nachfahre der Gründerfamilie Klein hat über rund fünf Jahrzehnte die Geschicke des Unternehmens entscheidend mitbestimmt, vor allem als Mitglied und Sprecher des Vorstands der KSB Aktiengesellschaft sowie in späteren Jahren als Vorsitzender des Aufsichtsrats. „Dr. Wolfgang Kühborth war eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit“, würdigten die KSB-Vorstands-mitglieder Dr. Peter Buthmann und Werner Stegmüller den Verstorbenen. „Über rund 50 Jahre hinweg hat er die Nachkriegsentwicklung und die Internationalisierung der KSB-Gruppe geprägt und gesteuert.“

Kühborth entwickelte KSB von einem bedeutenden Maschinenbauunternehmen zu einem interna-tionalen Marktführer mit Vertriebs- und Fertigungsstätten auf fünf Kontinenten. In seine aktive Zeit fielen der Auf- und Ausbau großer Produktionsstätten in Asien und Amerika sowie der Zukauf der starken französischen Konkurrenten Pompes Guinard und AMRI. Neben einer Intensivierung der internen Aus- und Weiterbildung, die mit dem Bau eines Berufsbildungszentrums einherging, setzte er auf eine breit angelegte Forschung und Entwick¬lung, um den Erfolg des Unternehmens zu verstetigen.

Der langfristigen Zukunftssicherung diente 1964 auch sein Verzicht auf das aus der Klein-Familie stammende Familienerbe. Zusammen mit seinem Vater Dr. Otto Klein-Kühborth überführte er das Vermögen in eine gemeinnützige Stiftung. Die KSB Stiftung hält heute ‒ über die Klein Pumpen GmbH ‒ rund 80 Prozent der Stammaktien der KSB AG und bildet für den Konzern nach eigenen Angaben einen wichtigen Stabilitäts¬anker. 1993 übertrug Kühborth seinen verbliebenen Gesellschafteranteil an der Klein Pumpen GmbH der ebenfalls gemeinnützigen Kühborth-Stiftung.

„Sein Handeln als Unter¬nehmer war stets geprägt von seiner Verant¬wortung für das Allgemeinwohl und gegenüber den vielen tausend Mitarbeitern der KSB-Gruppe in aller Welt“, betonte der Vorstand in einer aktuellen Mitteilung. Er habe „unternehmerisch, aber auch kulturell Maßstäbe gesetzt“.

Für seine Verdienste in Wirtschaft und Gesellschaft wurde Kühborth vielfach ausgezeichnet, unter anderem als „Officier de l'Ordre national du Mérite“ der französischen Republik. Bis zuletzt war er Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der KSB AG.

 EXKLUSIV IN ECONO
Titel Econo 01/17

ab 17. März im Handel: Econo berichtet dieses Mal EXKLUSIV über:

Vordenker - Der Architekt Andreas Schmucker und sein Team prägen das Gesicht der Stadt mit. Econo stellt ihn im Portrait vor.

Weitere Themen:

  • Unternehmensicherheit
  • Immobilien & Bauen
  • Wirtschaftsfaktor Hafen


Die nächste Ausgabe 02/17 erscheint am  26. Mai 2017
         
Anzeigenschluss ist am 05. Mai 2017



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Wirtschaftsmagazin econo - regionale Nachrichten für Rhein-Neckar - Mannheim - Heidelberg - Pfalz - Main-Tauber / Stand: 27. April 2017 Kontakt / Impressum