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Rückenwind trotz Zinsflaute

Mario Draghi lächelt. Die meisten der übrigen Damen und Herren von der Europäischen Zentralbank neben und hinter ihm folgen seinem Beispiel. „Leitzins 0,00%“ steht links oben auf dem Gruppenfoto, das Dr. Wolfgang Thomasberger bei der Vorstellung der Jahresbilanz präsentiert, „Einlagenzins -0,40%“ oder „WP Käufe mit Negativrenditen“ darunter. „Die EZB greift mit ihrer Zinspolitik unmittelbar unsere Ertragsgrundlagen an“, wettert der Vorstandsvorsitzende der VR Bank Rhein-Neckar eG.

Deutlich wird dies am Zinsergebnis, das im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Millionen Euro schrumpfte. Auch das Provisionsergebnis ging um 2,5 Millionen Euro zurück. Das könnte auch für Anleger in der Region Folgen haben: „Für Firmenkunden und institutionelle Investoren wird es ein Verwahrentgelt geben müssen, wenn sie größere Summen einzahlen“, sagt Vorstandsmitglied Michael Düpmann. Ab welcher Höhe dies gelte, sei noch unklar.

Dessen ungeachtet belegen die vorläufigen Geschäftszahlen für 2016 ein solides Wachstum. Die Bilanzsumme stieg um 4,8 Prozent auf 4,066 Milliarden Euro. Auch das betreute Kundengeschäftsvolumen ist auf 7,026 Milliarden Euro angewachsen. Trotz des niedrigen Zinsniveaus waren Einlagen gefragt. Die Ende des Jahres 88 018 Mitglieder (2015: 87 848) und Kunden legten 80 Millionen Euro mehr Geld auf Konten der Bank an als im Vorjahr. Noch deutlicher stiegen die Kundenkredite. Hier ist Thomasberger zufolge ein Wachstum von 67 Millionen Euro auf 1,997 Milliarden Euro zu verzeichnen.

Die gesunkenen Erträge schmälern den Bilanzgewinn um 0,5 Millionen Euro auf 9,3 Millionen Euro. Aufgrund dieser Geschäftsentwicklung beschloss der Vorstand, der Vertreterversammlung am 22. Mai im Mannheimer Rosengarten eine Anpassung der Mitgliederdividende auf vier Prozent vorschlagen.

Um die Bank weiter zukunftsfest auszurichten, wurde das Eigenkapital ausgebaut. „Eigenkapital bildet das Fundament unserer Genossenschaftsbank ohne das die Kreditvergabe und die Erfüllung unseres Förderauftrages nicht möglich wäre“, so Thomasberger. Auf stabilen Füßen will die Genossenschaftsbank den Herausforderungen begegnen, die sie auch 2017 beschäftigen werden: Neben der Zinspolitik der EZB und der Niedrigzinsphase an den Kapitalmärkten sind das die Digitalisierung und vor allem die zunehmende Regulierung.

Als „Folie des Grauens“ wirft Thomasberger jene über die Regularien der Bankenaufseher an die Wand. „IFRS-Meldebasis“, „5. MaRisk-Novelle“ oder „MiFID II“: nur ein kleiner Ausschnitt der Stichpunkte. Manche Begriffe könne er selbst nicht auf Anhieb mit Inhalt füllen, sagt Thomasberger. Nach seinen Angaben verschlingen allein die Regularien zwei Millionen Euro an Personalkosten.

(den; Bild: VR Bank Rhein-Neckar eG)

 EXKLUSIV IN ECONO
Titel Econo 01/17

ab 17. März im Handel: Econo berichtet dieses Mal EXKLUSIV über:

Vordenker - Der Architekt Andreas Schmucker und sein Team prägen das Gesicht der Stadt mit. Econo stellt ihn im Portrait vor.

Weitere Themen:

  • Unternehmensicherheit
  • Immobilien & Bauen
  • Wirtschaftsfaktor Hafen


Die nächste Ausgabe 02/17 erscheint am  26. Mai 2017
         
Anzeigenschluss ist am 05. Mai 2017



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Wirtschaftsmagazin econo - regionale Nachrichten für Rhein-Neckar - Mannheim - Heidelberg - Pfalz - Main-Tauber / Stand: 25. Mai 2017 Kontakt / Impressum