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Digitale Konzepte als Hoffnungsträger

Mit neuen, digitalen Geschäftsmodellen rüstet sich KSB für die mittelfristige Zukunft. In Mannheim hat der Frankenthaler Pumpen- und Armaturenhersteller ein sogenanntes „Business Innovation Lab“ etabliert. Wie Vorstand Peter Buthmann ausführt, sollen zunächst rund 20 Mitarbeiter mit externer Hilfe – etwa Studenten –Serviceangebote auf der Basis technischer Kundendaten erarbeiten und Konzepte zu Themen wie additiven Fertigungsverfahren (3D-Druck) für Ersatzteile erarbeiten. Allein für Letzteres werde man bis zu drei Millionen Euro in eine neue Maschine investieren, die perspektivisch Kosten und Zeit einsparen soll.
An diesem Standort außerhalb der Firmenzentrale könne man „ganz frei denken“, fügt Buthmanns scheidender Vorstandskollege Werner Stegmüller hinzu, der Mitte des Jahres von KSB zum Molkereikonzern Müller wechselt. Als Hochschulstandort mit zahlreichen Studenten sei Mannheim geradezu prädestiniert für ein solches „Innovation Lab“.

Zwar ist im abgelaufenen Geschäftsjahr der Umsatz im Vergleich zu 2015 um knapp 170 Millionen auf knapp 2,166 Milliarden Euro zurückgegangen, das Vorsteuerergebnis um 17 Millionen gesunken. Gleichwohl spricht Stegmüller von einer „positiven Entwicklung“. So hätten Einmalkosten in Höhe von etwa 50 Millionen Euro für das 2016 gestartete Effizienzprogramm das Ergebnis belastet. Erste positive Effekte daraus wogen dies nach KSB-Angaben jedoch wieder auf. Bis 2019 soll das volle Einsparvolumen von 200 Millionen Euro an Sach-, Material- und Personalkosten pro Jahr erreicht sein. Beim Stellenabbau wollen die Frankenthaler ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen. Konzernweit arbeiteten Ende 2016 noch 15 572 Menschen für KSB (2015: 16 196). Knapp über 1000 weitere Stellen sollen in diesem Jahr wegfallen. Wie sich das auf die einzelnen Standorte auswirkt, ist noch offen.

Mit Blick auf das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) rechnet der Konzern für das laufende Geschäftsjahr unter dem Strich mit einer Steigerung um 74,6 Millionen Euro – mehr als sieben Prozent gegenüber 2016. Und die Zeichen stehen günstig: In den ersten beiden Monaten stieg der Wert der eingehenden Bestellungen im Vorjahresvergleich um 23,9 Prozent auf 389,5 Millionen Euro. Der Konzernumsatz ist im gleichen Zeitraum um 5,5 Prozent auf 324,2 Millionen Euro gewachsen.
Neben personellen Veränderungen – Werner Stegmüller schied im Mai aus dem Vorstand aus, auf ihn folgt Dr. Matthias Schmitz – ist für 2017 auch ein Wechsel der Rechtsform geplant. Mit diesem Schritt soll laut Konzernangaben aus der KSB Aktiengesellschaft eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) werden. Ein entsprechender Antrag sei der Hauptversammlung der Gesellschaft am 10. Mai zur Beschlussfassung vorgelegt worden. Diese Versammlung leitete der neue Vorsitzende des Aufsichtsrats Dr. Bernd Flohr, der diesem Gremium seit Ende März vorsteht. Zwar gibt es auch bei einer KGaA einen Aufsichtsrat, jedoch mit weniger Einfluss. Vor dem Hintergrund des geplanten Rechtsformwechsels haben mehrere Aufsichtsratsmitglieder ihr Amt niedergelegt.

Daneben wird sich die neue Konzernführung mit einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld befassen müssen: Der Ölpreis bleibt niedrig – und damit bleiben Impulse aus der Öl- und Gasindustrie aus. Große Nachfrage hingegen kommt einmal mehr aus dem Reich der Mitte: Nach eigenen Angaben sicherte sich KSB zuletzt einen Auftrag über 100 Millionen Euro für Kraftwerke in China. Daneben ließen sich mit der Runderneuerung älterer Pumpen in bestimmten Sektoren Ausfälle im Neugeschäft kompensieren. Dieses Segment wollen die Frankenthaler daher weiter intensivieren.

(den; Bild: KSB)

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Weitere Themen:

  • Energie & Umwelt
  • Standort Mannheim-Friedrichsfeld
  • Human Resources


Die nächste Ausgabe 04/17 erscheint am 6. Oktober 2017
         
Anzeigenschluss ist am 15. September 2017



 
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Wirtschaftsmagazin econo - regionale Nachrichten für Rhein-Neckar - Mannheim - Heidelberg - Pfalz - Main-Tauber / Stand: 19. September 2017 Kontakt / Impressum