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Strategie geht auf

Motoren dieses Wachstums waren überwiegend Zukäufe und Übernahmen, vornehmlich der Japan Vilene Company und der Vibracoustic GmbH (Darmstadt). Nach den Effekten aus Akquisitionen in Höhe von 967,3 Millionen Euro sowie nach Berücksichtigung von Wechselkurseffekten (minus 216,8 Millionen) lag der Umsatz um 282,6 Millionen Euro oder 3,7 Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. „Wir sind weiter profitabel und nachhaltig gewachsen und liegen bei der Umsetzung unserer strategischen Projekte voll im Plan“, so Vorstandssprecher Dr. Mohsen Sohi bei der Präsentation der Bilanz. Sein Vorstandskollege Dr. Ralf Krieger ergänzt: „Wir haben wieder kräftig investiert und unsere Investitionsquote ohne die Berücksichtigung von Akquisitionen auf 5,2 Prozent gegenüber 4,7 Prozent im Vorjahr ausgebaut.“ Insgesamt habe der Konzern auf Basis der At-Equity-Konsolidierung 1,63 Milliarden Euro investiert, davon 1,22 Milliarden in Akquisitionen und 407 Millionen in Produktionsanlagen, Sachanlagen, Gebäude und immaterielle Vermögenswerte. Von den in Deutschland eingesetzten 148 Millionen Euro sei mit 114 Millionen Euro der Löwenanteil in den Standort Weinheim geflossen. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich gegenüber 2015 um 182,6 Millionen auf 945,1 Millionen Euro. Die liquiden Mittel betrugen zum Jahresende 960,7 Millionen Euro (2015: 1,05 Milliarden). Trotz der hohen Investitionen verfügt der Konzern laut Krieger über eine „komfortable Eigenkapitalquote von 45 Prozent“ (2015: 51,1 Prozent). Die internationale Ratingagentur Moody's Deutschland hat die Bonitätsbewertung für die Freudenberg SE um eine Stufe auf „A3“ heraufgesetzt - ein Single-A-Rating.

Intensiv hat Freudenberg im vergangenen Jahrsein Portfolio ausgebaut: Neben der Vilene Company als neue Geschäftsgruppe im Geschäftsfeld „Vliesstoffe und Filtration“ hat das Unternehmen von seinem schwedischen Joint-Venture-Partner Trelleborg Holding AB dessen fünfzigprozentige Beteiligung an der Vibracoustic GmbH in Darmstadt übernommen, und ist nun Alleineigentümer des Unternehmens, das sich auf schwingungstechnische Komponenten und Module für die Automobilindustrie spezialisiert hat. Mit der Übernahme des italienischen Wäschepflegespezialisten Gimi S.p.A. will der Konzern ferner sein Portfolio im Bereich „Home and Cleaning Solutions“ stärken. Verkauft wurde dagegen das Freudenberg-Schwab-Vibration-Control-Geschäft an die Trelleborg Holdings Germany GmbH. Neben diesen Akquisitionen hat das Unternehmen in Maschinen, Anlagen und Gebäude investiert, unter anderem in die Erweiterung der Produktionskapazitäten der Freudenberg Sealing Technologies in Oberwihl, im türkischen Bursa und im ungarischen Kecskemét. In Weinheim wurde der Bau des großen Verwaltungsgebäudes im Industriepark bezugsbereit an die Nutzer übergeben.

Vor allem aufgrund der Zukäufe ist die Gesamtzahl der Mitarbeiter auf rund 48 000 gestiegen (2015: 40 474). In Deutschland erhöhte sich die Mitarbeiterzahl um 565 auf nunmehr 11 246 Beschäftigte. „Wir sind effizienter geworden, haben unsere Exzellenz ausgebaut und weiteres Gruppenpotenzial gehoben, wir sind mit unserer Dachmarke in unseren Märkten sichtbarer und attraktiver geworden“, resümiert Sohi.

Ins neue Geschäftsjahr ist die Freudenberg Gruppe mit einer leicht angestiegenen Auftragslage gestartet. Allerdings bleibt die gesamtwirtschaftliche Lage vor allem in Südamerika und Russland anspruchsvoll. Vor Herausforderungen stellen den Konzern überdies die Entwicklungen im Öl- und Gasgeschäft wie auch im Bergbau und in der Landwirtschaft. „Gleichzeitig fordern neue technische Entwicklungen neue Lösungen – von der Elektromobilität und den Anforderungen für das autonome Fahren bis hin zu tragfähigen Konzepten für erneuerbare Energien und der Umsetzung von Industrie 4.0“, so der Vorstandsprecher.

Insgesamt will Freudenberg 2017 auf quotaler Basis Investitionsprojekte im Wert von 320 Millionen Euro starten. Davon sollen rund 90 Millionen Euro in Sachanlagen in Deutschland und davon wiederum 30 Millionen Euro in Weinheim investiert werden. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Freudenberg ein organisches Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr zwischen einem und drei Prozent sowie ein Betriebsergebnis leicht über Vorjahresniveau. Von dieser Prognose ausgehend, erwartet die Gruppe eine stabile Entwicklung der Umsatzrendite.


(zwi/red; Bildunterschrift: Mit dem erzielten Ergebnis zufrieden: Der Vorstand der Freudenberg Gruppe (von links) Dr. Tilman Krauch, Dr. Mohsen Sohi und Dr. Ralf Krieger während der Bilanz-Pressekonferenz. Bild: Freudenberg-Pressebild)

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